Chiloé – Unverhofftes Paradies in Chile

Nur vier Stunden dauerte die Überfahrt von Chaitén auf die Insel Chiloé und trotzdem brachte sie uns in eine ganz andere Welt. Wir hatten keine richtige Vorstellung davon was uns auf Chiloé erwartet und ich sagte auf der Fähre noch zu Malte, dass die Dauer unseres Aufenthalts zwischen 3 Tagen und 2 Wochen so ziemlich alles betragen kann. Es wurden dann tatsächlich ganze drei Wochen. Diese Insel hat uns völlig in ihren Bann gezogen und sich zu einem unserer absoluten Lieblings-Orte gemausert. Es fing damit an, dass wir erstmals auf der Reise das Gefühl hatten richtig aufzufallen und ziemlich allein als internationale Touristen unter vielen Chilenen waren. Schon auf der Fähre wurde ich „heimlich“ fotografiert und auf dem Festival in Quellon, welches wir zufällig am ersten Abend fanden, gab man uns als exotische Ausländer direkt ein Bier aus. Das Festival war ein echtes Highlight, kein Eintritt, günstige Futter-Buden mit Ceviche statt Bratwurst, gute Bands und ein Meerschweinchen-Roulette. Statt einer Kugel wetzt hierbei ein Meerschweinchen im Kreis und sucht sich ein Häuschen mit einer der zuvor an die Zuschauer verkauften Nummern aus. Zu gewinnen gibt es Kaltgetränke aller Art. Wenn das auf dem Hamburger Dom mal kein Publikumsmagnet wäre. 🙂 Das war schon mal ein guter Start in die Zeit auf der Insel, es wurde aber immer besser.

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Die Carretera Austral – eine der Traumstraßen der Welt

Mit einer letzten Wanderung bei herrlichem Wetter und etlichen Höhenmetern in den Beinen ließen wir El Chalten schließlich hinter uns. Und damit auch die wunderschönen, aber sehr touristischen und überlaufenen patagonischen Anden. Es ging immer weiter nach Norden, in der Hoffnung auf wärmeres Wetter, weniger Wind und wieder mehr Einsamkeit. Unsere Wünsche wurden schnell erhört und schon bald konnten wir eine Jacke nach der anderen ablegen, im T-Shirt in der Sonne liegen und auch die Nächte wurden zunehmend angenehmer. Unser Ziel war die Carretera Austral in Chile, die uns durch traumhafte Landschaft bis nach Chaitén führen sollte. Schon der Weg dorthin war von spektakulärer Natur umgeben und der bisher einsamste und hübscheste Streckenabschnitt unserer Reise.

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Gletscher, Berge und ein „Weltwunder“

Nachdem wir unsere Akkus drei Tage lang in Punta Arenas aufgeladen, viele Besorgungen und vor allem Einkäufe gemacht haben (Chile erwies sich als wahres Einkaufsparadies mit tollen frischen Lebensmitteln zu erschwinglicheren Preisen als in Argentinien), sind wir in den Nationalpark Torres del Paine aufgebrochen. Um nicht auf die überteuerten Lebensmittel im Park angewiesen zu sein, füllten wir unseren Kühlschrank mit noch größeren Mengen Lebensmitteln als sonst. Nach einem Stop in Puerto Natales (dort gab es neben einem tollen Panorama den besten Kaffee der bisherigen Reise!! Ein richtiger Cappuccino statt der sonstigen Nescafé Plörre, juhu!), ging es über eine Schotterpiste in den Park. Schon auf der Strecke hatten wir fantastische Ausblicke auf Lagunen und Berge des zum achten Weltwunder gewählten Parks und wir freuten uns immer mehr auf die vor uns liegenden Tage. Wir quartierten uns auf einem der wenigen mit dem Auto zugänglichen Campingplätze ein und genossen zum ersten Mal seit einiger Zeit wieder richtiges Campingleben. Zwar war es noch kühl und zum Teil auch sehr windig, aber dank der Grillstelle konnten wir jeden Abend grooooooooße Steaks grillen, draußen am Feuer sitzen und auch die Sonne hatte tagsüber genug Kraft für einige Stunden im Liegestuhl. 

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Feuerland – am Anfang der Panamericana

Wir haben ein paar Tage gebraucht, um unsere aufregende Antarktisreise etwas zu verarbeiten. Wir haben Ushuaia und seine schöne Umgebung für einige Wanderungen genutzt und Silvester im Nationalpark Tierra del Fuego gefeiert. Wobei „feiern“ vielleicht fast übertrieben ist, wenn man bedenkt, dass wir es nicht mal geschafft haben bis 24 Uhr wach zu bleiben… Immerhin gab es zum Abendessen eine Flasche Champagner und wir haben kurzerhand um 20 Uhr angestoßen, als in Deutschland das neue Jahr angebrochen ist. Unsere Müdigkeit war darin begründet, dass wir am sehr frühen Silvestermorgen von einem Tier am Dulli (Fuchs, Hase, Gans???) geweckt wurden und dann beschlossen haben, die frühe Stunde mit ihrem herrlichen Licht für die für den Tag geplante Wanderung auf den Cerro Guanaco zu nutzen. Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt, wir hatten den Weg und vor allem den Gipfel mit seinem spektakulären Rundumblick ganz für uns alleine bzw. konnten ihn ungestört mit einem Guanaco und einem Andenfuchs teilen.

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Patagonien -Wind, Weite, Wildnis

Nach einer ganzen Woche an der Atlantikküste in Mar Azul konnten wir uns schließlich losreißen von diesem traumhaften Ort. Das Wetter war durchgehend fantastisch, der Ort noch leer aber nicht ausgestorben und die meisten Läden waren schon geöffnet. Kurz vor Beginn der Hauptsaison ist eben eine ideale Reisezeit. Zum Glück folgte auf die entspannte Woche am Meer gleich das nächste Highlight: die Sierra de la Ventana. Eine kleine Bergkette, die sich plötzlich mitten aus dem flachen Land erhebt. Ein geologisches Wunder und eine wunderschöne Landschaft mit niedlichen Dörfern am Fuße der Berge. Eine 6-stündige Wanderung führte uns auf den berühmtesten Berg der Region, den Cerro Ventana mit seinem „Fenster“ aus Fels, durch welches man auf die weite Landschaft hinabblickt. 

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