Adiós Latinoamérica auf der Baja California

Die Fährüberfahrt auf die Baja California, die Halbinsel ganz im Westen Mexikos, war problemlos und wir ergatterten sogar kurzfristig noch eine der Kabinen an Bord, so dass wir die Nacht nicht auf einem Sessel sitzend verbringen mussten. Dulli stand sicher im Frachtraum und wir fanden trotz unserer knurrenden Mägen und der auf eisschranktaugliche Temperaturen eingestellten Klimaanlage etwas Schlaf. Aus irgendeinem unerfindlichen Grund darf man kein eigenes Essen mit auf die Fähre nehmen, was entgegen der Erzählungen von anderen Reisenden bei uns auch streng kontrolliert wurde. Es ist aber nicht so, dass die Fährgesellschaft einfach überteuertes Essen verkaufen will, sondern das Bordessen ist ohnehin im Fahrpreis inkludiert. Man wird also einfach nur gezwungen das wirklich unansehnliche Essen aus der Bordküche zu essen oder (so wie wir) zu fasten… Auf der Baja California angekommen erwartete uns ähnlich schönes Wetter wie auf dem Festland (30 Grad und Sonne), dazu aber noch kristallklares Meerwasser und noch schönere Strände. Auf direktem Weg fuhren wir nach La Ventana, dem wohl berühmtesten Kitespot Mexikos.

Karte Baja

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Mexiko – durch den Westen zurück an den Pazifik

Unser nächstes Ziel nach unserem Abstecher zu den Monarchfaltern war die zweitgrößte Stadt Mexikos, Guadalajara. Hier sollte Dulli das erste Mal einen richtigen Service bei Land Rover bekommen, in Mexiko ist plötzlich wieder alles möglich. Aber zunächst stoppten wir für eine Nacht in Morelia. Wie sich herausstellte, ein sehr lohnenswerter Besuch. Die Stadt erinnert an das spanische Salamanca und hat dank der strengen Bauvorschriften ein äußerst attraktives Stadtzentrum. Wir bummelten durch die hübsche Stadt und gönnten uns mal wieder einen Besuch in einem etwas schickeren Restaurant. Die Nacht verbrachten wir danach ganz stilecht auf einem zentralen, bewachten Parkplatz und waren am nächsten Morgen sehr gerührt, als uns der nette Besitzer des Platzes mit zwei Kaffees und warmen Sandwiches zum Frühstück überraschte. Ein weiteres Beispiel für die große Gastfreundschaft der Mexikaner.

Karte Mexiko 3

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Mexiko-Stadt, Oaxaca und 150 Millionen Monarchfalter

Etwas Respekt hatten wir vor der gigantischen Metropole Mexiko-Stadt mit über 20 Millionen Einwohnern. Es war schon länger klar, dass wir die Stadt ohne Dulli besuchen und sie lieber in aller Ruhe zu Fuß erkunden würden. Zum Glück taten wir das, denn Mexiko-Stadt ist eine Reise wert! Die tatsächlichen Ausmaße ließen sich für uns nur erahnen und wir beschränkten uns auf einen Besuch des historischen Zentrums sowie der „In-Stadtteile“ Roma, Condesa sowie den Nobel-Stadtteil Colonia Polanco. Der riesige Zócalo im Zentrum der Stadt, eingerahmt von der Kathedrale, dem National- und dem Stadt-Palast und dominiert von einer überdimensionierten National-Flagge, ist alleine aufgrund seiner Ausmaße beeindruckend. Insbesondere im Morgengrauen, wenn die Präsidenten-Garde aufmarschiert und die Flagge hisst. Neben der Kathedrale kann man eine Ausgrabungsstätte der Azteken-Stadt Tinochtitlan bewundern, einer der wenigen Überreste der Stadt, an deren Stelle die Spanier begannen Mexiko-Stadt zu errichten.

Karte Mexi2

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Gastbeitrag für Matsch & Piste „Der Weg zur ersten Langzeitreise“

Für „Matsch & Piste“ geben wir einen Einblick, wie wir den Weg zu unserer ersten Langzeitreise geschafft haben und einen Überblick über nötige Gedanken und Schritte, mit denen es auch (fast) jeder andere schaffen sollte. Viel Spaß beim Planen und Träumen!!

Der Weg zur ersten Langzeitreise

Mexiko – der erste Eindruck

Ein letzter Stopp stand noch auf dem Programm bevor wir Südamerika nach ziemlich genau 15 Monaten endgültig hinter uns ließen: Bogotá. Statt sofort weiterzufliegen haben wir uns für eine Nacht in der Hauptstadt Kolumbiens entschieden. Ansonsten wäre Kolumbien das erste Land auf der Reise geworden in dem wir die Hauptstadt nicht kennengelernt haben. Und diese hat uns dann an dem einen Nachmittag, den wir ihr widmeten richtig positiv überrascht. Das Viertel La Candelaria hat Charme, etwas Hippie-Flair, bietet unzählige Museen und ist weder von Menschen noch von Autos überlaufen. Wir entschieden uns für einen Besuch des Polizei-Museums, in dem man Kuriositäten von Pablo Escobars Harley bis hin zur vollständigen Kampfausrüstung der aktuellen Spezialeinheiten der Polizei besichtigen kann. Unser Führer erklärte uns alles geduldig und voller Stolz und es hätte eigentlich nicht besser sein können – wenn uns nicht ausgerechnet direkt bei der kolumbianischen Polizei das erste Mal auf der Reise etwas geklaut worden wäre. Am letzten Tag in Südamerika musste das ja noch passieren: als wir den Rucksack den wir für die Dauer der Führung bei den Polizisten hinterlegen mussten wieder entgegennahmen war mein Kindle leider nicht mehr darin. Zum Glück hatten wir sonst alles Wertvolle herausgenommen, ärgerlich war es aber trotzdem.

Karte Mexi

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Die Karibikküste Kolumbiens

Der Weg von Medellin an die kolumbianische Karibikküste ist lang, zu großen Teilen kurvig und hat keine lohnenswerten Zwischenstopps. Da wir dennoch zunächst überraschend gut vorankamen, entschieden wir uns spontan für eine Gewalttour und legten in strapaziösen 10 Stunden die 500 km bis an die Bahia Cispata zurück. Gegen Ende mussten wir zu allem Überfluss noch im Schritttempo eine halbe Stunde einem Trauermarsch folgen und waren dann völlig erledigt, als wir bei abends noch tropischen 36 Grad schwankend aus dem Auto stiegen. Geschafft! Angekommen am nördlichen Ende Südamerikas, fast ein Jahr nachdem wir ganz im Süden in Ushuaia aufgebrochen sind. Den nächsten Tag nutzten wir dann ausschließlich, um uns in der neuen Umgebung einzufinden, uns irgendwie an die hohen Temperaturen und die hohe Luftfeuchtigkeit zu gewöhnen und das karibische Flair zu genießen. Der erste Besuch eines karibischen Strands verschlug uns dann vor allem wegen der badewannentauglichen Wassertemperatur fast die Sprache.

Karte Küste

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Frohe Weihnachten

Nachdem wir letztes Weihnachten in der Antarktis verbracht haben an dem südlichsten Punkt unserer Reise, feiern wir dieses Jahr in der Karibik, ganz im Norden Südamerikas. Was für ein Kontrast. Zwischen diesen beiden Fotos liegen 365 Tage, 73 Breitengrade und unzählige Erinnerungen an das wohl aufregendste Jahr unseres Lebens. Wir sind unglaublich dankbar für alles was wir erleben und erfahren durften, für die unglaublichen Menschen, die uns dabei begleitet haben, für alle Begegnungen unterwegs, für Dulli, der uns so tapfer über den Kontinent gebracht hat und dafür, dass wir diese Reise bisher ohne größere Katastrophen überstehen. Wir freuen uns auf 2018, das hoffentlich noch mehr unvergessliche Reiserlebnisse für uns bereithält und irgendwann eine gute Rückkehr in unsere schöne Heimat.

Wir wünschen allen frohe Weihnachten und einen guten Start in das neue Jahr aus Cartagena!