Durch die Inside-Passage nach British Columbia

Mit einer Fähre des Alaska Marine Highways traten wir den langen Rückweg ins südliche Kanada an. Von Skagway in Alaska fuhren wir auf der sogenannten Inside-Passage zunächst nach Prince Rupert in British Columbia. Die Fähren sind im Sommer grundsätzlich sehr gut gebucht, insbesondere wenn man ein Fahrzeug mitnehmen möchte. Wir hatten aber Glück und haben noch einen Platz für Dulli und zwei Betten für uns ergattert. Die Buchung einer Kabine war für die Fahrt über zwei Tage und zwei Nächte für uns unumgänglich. Die Fähren sind einfach und die Unterbringung ist rustikal aber sauber und völlig ausreichend für die Zeit. Bei Regen und sehr frischen 10 Grad legten wir in Skagway ab, so dass es auf dem ersten Teil der Strecke überwiegend Wolken über den glasklaren Fjorden zu sehen gab. Am nächsten Morgen erblickten wir vor unserem Kabinenfenster dann aber strahlenden Sonnenschein, spiegelglattes Wasser durch das unsere Fähre hindurchschnitt und einzelne, kleine Eisberge, die an uns vorbei trieben. Neben den vielen zu fahrenden Kilometern, die wir uns durch die Fährpassage ersparen wollten, war die Aussicht auf die Fjorde vom Wasser aus unsere Hauptmotivation diese Fahrt zu unternehmen. Wir frühstückten auf dem Sonnendeck und prompt tauchten einige Buckelwale vor uns aus dem Wasser auf. Eine Kulisse, wie wir sie zuletzt auf der ganz anderen Seite der Erde gesehen haben.

Karte BC

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Alaska

Die Grenze nach Alaska verlief ganz entspannt im Drive-through Verfahren und wir erhielten nur Stempel mit einem Bären-Symbol in unsere Pässe, Visa für die USA hatten wir ja noch. Alaska – wir konnten es kaum glauben. 634 Tage nach Reisebeginn und 544 Tage nachdem wir den südlichsten Zipfel Südamerikas verlassen haben, reisten wir in den 49. Staat der USA ein. Der größte Zeitunterschied auf der Reise lag nun zwischen uns und der Heimat (-10 Stunden) und wir haben 40.800 km von Ushuaia bis zur Grenze von Alaska zurückgelegt. Obwohl wir Zentralamerika ausgelassen haben waren das ein paar mehr Kilometer als das Schild im Tierra del Fuego Nationalpark vor 1,5 Jahren in Aussicht stellte.

Karte Alaska

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Auf dem Alaska Highway durch den hohen Norden Kanadas

Aus den kanadischen Rockies lautete unser Kurs strikt „Nord-West“ mit direktem Ziel Alaska. Viel gab es auf dem Weg zwischen dem Jasper Nationalpark und dem 49. Staat der USA ohnehin nicht, insbesondere im Verhältnis zu der Entfernung von mehr als 2.500 km. Der erste Teil der Strecke bis Fort Nelson war recht eintönig. Wälder, Wälder, Wälder und ab und zu mal ein ehemaliger Pelzhandelsposten, der heute als Versorgungsstation dient. Unsere einzige Abwechslung war das zweite Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft, das wir dieses Mal in einem Starbucks am Rande des Alaska Highways ansahen. Das dort verfügbare Wifi reichte zum Glück für einen Live-Stream aufs Notebook und wir fanden eine Ecke, in der wir uns gemütlich mit Kaffee und Sandwiches niederlassen konnten. Vor dem Spiel und während der Halbzeit gab es hier keine Schlangen vor den Toiletten und der Getränkeausgabe. Es hat eben auch Vorteile irgendwo im Nirgendwo Fußball zu schauen. Wir mussten uns nur sehr zusammenreißen bezüglich unserer Jubel- bzw. bei diesem Spiel eher nervösen Stress-Rufe. Das gelang uns so einigermaßen, nur beim wilden Gestikulieren wurden wir verwundert angesehen. Als die Spannung am Ende des Spiels kaum noch auszuhalten war und die Nachspielzeit begann, kam ein Kanadier zu uns und fragte, was wir sehen. Er gratulierte uns zum Sieg der deutschen Mannschaft, während es bei uns noch 1:1 stand. Wie sich herausstellte, war unsere Übertragung um einige Minuten verzögert und wir hofften, dass der Mann recht behalten würde. Gemeinsam sahen wir dann den sensationellen Siegtreffer und ich fiel dem bärtigen Kanadier spontan um den Hals. Er hat sich ziemlich gewundert, vielleicht wäre ich bei den Curlingweltmeisterschaften auf mehr Verständnis gestoßen.

Karte Alaska Hwy

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Von Montana in die kanadischen Rockies

Durch das wunderschöne Montana führte unser Weg immer weiter nach Norden in Richtung Kanada. Auf einem Campingplatz in der Nähe der Kleinstadt Missoula legten wir eine kleine Verschnaufpause ein und standen vor der mit Abstand größten Herausforderung unserer Reise: wo und wie gucken wir das erste Deutschland Spiel…?? Wir waren zwar nicht so richtig in WM- Stimmung, aber so ganz wollten wir uns das Turnier auch nicht entgehen lassen. Mit einem VPN- Client bekamen wir den ZDF Livestream schließlich aufs iPhone, nicht optimal, aber es hat funktioniert. Und während wir aufgrund der Zeitverschiebung beim Frühstück die Vorberichte sahen, kam tatsächlich noch ein wenig Aufregung und Stimmung bei uns auf. Das Ergebnis ist bekannt, aber wir freuten uns auch für die Mexikaner, die uns immerhin auf der Reise sehr ans Herz gewachsen sind.

Karte Kanada

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Der Yellowstone Nationalpark

Der älteste Nationalpark der USA empfing uns mit Schneetreiben und frostiger Kälte und das wo wir gerade noch bei über 30 Grad im Schatten geschwitzt hatten. Aber wir waren zum Glück auf diesen Wetterumschwung vorbereitet und irgendwie hatte die Landschaft bei dem Wetter etwas geradezu geheimnisvolles. Unser erster Stopp diente erst mal dazu einen Schlafplatz im Park zu finden und wieder einmal hatten wir großes Glück. Auf zwei Campingplätzen hätten wir noch einen Platz für zwei Nächte bekommen und wir waren sehr glücklich, dass wir nun den Park so richtig genießen konnten. Unsere Taktik am Montagmorgen anzureisen zahlte sich also aus.

Karte Yellowstone

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Colorado und der wilde Westen

Von der Wüste Utahs ging es in nur wenigen Stunden hoch in die Rocky Mountains und wiederum änderte sich die Landschaft innerhalb eines Fahrtages dramatisch. Dieser Aspekt gefällt uns in den USA sehr gut, die Reise ist hier extrem abwechslungsreich. Im Nobelort Aspen legten wir den ersten Stopp ein und genossen neben der hübschen, gepflegten Stadt vor allem die wieder grünere Umgebung und den alpinen Charme. Das eigentliche Ziel in den Rockys in Colorado war allerdings Vail. Hier besuchten wir Karin und Michael, die wir in La Ventana in Mexiko beim Kitesurfen kennengelernt haben. Die beiden sind Mitte 70 und lernen derzeit nicht nur das Kitesurfen, sondern sind auch regelmäßig auf Standup-Paddle-Boards oder Michael sogar auf seinem Cross-Motorrad anzutreffen. Wir bewundern sie sehr für diese Energie und den Mut, der in dem Alter zu solchen Aktivitäten dazu gehört.

Karte Colorado

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Artikel in der ProMobil „…und dann kam Dulli“

Erstmals gibt es einen Artikel über uns, den wir nicht selber verfasst haben. In der letzten Ausgabe der Zeitschrift ProMobil wurde ein sehr schöner und gelungener Artikel über Dulli, uns und unsere gemeinsame Reise veröffentlicht. Wir haben uns riesig gefreut, denn aus der Sicht einer Autorin liest sich das Ganze einfach noch mal anders. Aber lest am besten selbst:

ProMobil Artikel „…und dann kam Dulli“

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