Mythen und Wahrheiten über das Reisen in Südamerika – Teil 2

Wer nach den ersten drei Themen zum Reisen in Südamerika, Essen, Preisniveau und Sicherheit (den Artikel findet ihr hier Mythen und Wahrheiten über das Reisen in Südamerika – Teil 1) noch über ein paar weitere Aspekte eines Roadtrips quer über den Kontinent lesen möchte, kann das nun tun. Heute geht es um die „Straßen / benötigte Reichweite“, das „Camping“ und um das „Klima“.

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Mythen und Wahrheiten über das Reisen in Südamerika – Teil 1

Seit über 14 Monaten sind wir nun in Südamerika unterwegs und jetzt wird aufgeräumt – mit den Vorurteilen über das Reisen auf diesem Kontinent. Nachdem wir einen großen Teil der Länder hier kennenlernen durften, haben wir uns noch einmal daran erinnert was uns vor und während der Reise so alles an Tipps mit auf den Weg gegeben wurde. Wir nehmen es vorweg: einiges war hilfreich, aber vieles war auch totaler Quatsch! Im ersten Teil geht es um die Themen „Einkaufen und Essen“, „Preisniveau“ und „Sicherheit“. Im zweiten Teil beleuchten wir in Kürze die Straßensituation, einschließlich der benötigten Reichweite bzw. Dieselvorräte, das Camping und das Klima in Südamerika.

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Von Salta in die Atacamawüste

Salta war, wie die meisten Städte auf unserer Reise, für uns vor allem ein Versorgungsstopp. Nachdem wir aber alles erledigt hatten, nahmen wir uns noch einen Tag Zeit, um die Stadt zu besichtigen, die immerhin „la linda“ („die Schöne“) genannt wird. Das Stadtzentrum ist in der Tat sehr hübsch mit vielen Kolonialbauten und unzähligen Orangenbäumen, die die Straßen und Plätze säumen. Mit einer Seilbahn fuhren wir auf den Hausberg und genossen die Aussicht auf die Stadt und die umgebenden Berge. Nach einem Lunch in einem stylischen Restaurant, das so auch irgendwo in Europa hätte sein können, war es aber wieder genug des Trubels und wir brachen auf in Richtung Quebrada de Humahuaca.

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Von Valparaiso (0 m ü.N.N.) über den Paso de Agua Negra (4.765 m ü.N.N.) nach Salta (1.187 m ü.N.N.)

Der erste Eindruck von Valparaiso war nicht besonders positiv. Viele schmuddelige Ecken, eine wuselige, schmutzige Innenstadt, viele Bettler und unzählige Straßenhunde. Glücklicherweise fanden wir nach der Erledigung einiger Punkte von unserer To-Do-Liste für die Großstadt dann doch noch den hübschen und berühmten Teil der Stadt, der weiter oben am Hügel liegt. Mit einem der alten Fahrstühle fuhren wir hinauf in den von Kreativen und Künstlern geprägten und von unzähligen Gassen und Treppen durchzogenen Stadtkern. Die Orientierung ist aufgrund der vielen Hügel schwierig, aber so kann man sich einfach treiben lassen und hinter jeder Ecke neue Terrassen, bemalte Hauswände, Ausblicke auf die Bucht und den Hafen, Designershops und Cafés entdecken. Mit Dalia und David verbrachten wir so auch den ersten gemeinsamen Tag und feierten bei einigen Gläsern chilenischem Wein unser Wiedersehen und den Beginn unserer gemeinsamen Reise.

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Über Berge, Wein und Mondlandschaften

Nach 10 Tagen ließen wir Santiago hinter uns und freuten uns auf wieder mehr Ruhe, Natur und weniger Hektik und waren voller Vorfreude auf unsere erste Andenüberquerung. Auch wenn die richtig spektakulären und hohen Pässe erst weiter im Norden auf uns warten, war der Paso Los Libertadores mit einer Höhe von 3.200 m wunderschön und machte richtig Spaß. Wenn man Santiago in Richtung Norden verlässt, wird die Landschaft sofort wüstenartig und karg und schnell erheben sich die ersten hohen Berge der Anden im Osten. Auf Serpentinen schlängelten wir uns der Grenze zwischen Chile und Argentinien entgegen, die entlang der Wasserscheide auf dem Kamm der Anden verläuft. Die uns umgebenden Berge faszinierten uns mit immer neuen Farben, vor allem rot aber auch beige, gelb, grün, grau und braun, immer neuen Formationen und Canyons. Schließlich durchquerten wir den Grenztunnel und bevor wir auf der argentinischen Seite die zum Glück unkomplizierten Grenzformalitäten erledigen konnten, bot sich uns ein Blick auf den Aconcagua. Mit 6.962 m ist er nicht nur der höchste Berg Südamerikas, sondern auch der höchste Berg außerhalb des Himalaya und als einer der berühmten „Seven Summits“ ein Bergsteigertraum. Langsam fuhren wir anschließend wieder hinab in sauerstoffreichere Gefilde und erreichten schließlich Mendoza.

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Die Carretera Austral – eine der Traumstraßen der Welt

Mit einer letzten Wanderung bei herrlichem Wetter und etlichen Höhenmetern in den Beinen ließen wir El Chalten schließlich hinter uns. Und damit auch die wunderschönen, aber sehr touristischen und überlaufenen patagonischen Anden. Es ging immer weiter nach Norden, in der Hoffnung auf wärmeres Wetter, weniger Wind und wieder mehr Einsamkeit. Unsere Wünsche wurden schnell erhört und schon bald konnten wir eine Jacke nach der anderen ablegen, im T-Shirt in der Sonne liegen und auch die Nächte wurden zunehmend angenehmer. Unser Ziel war die Carretera Austral in Chile, die uns durch traumhafte Landschaft bis nach Chaitén führen sollte. Schon der Weg dorthin war von spektakulärer Natur umgeben und der bisher einsamste und hübscheste Streckenabschnitt unserer Reise.

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Gletscher, Berge und ein „Weltwunder“

Nachdem wir unsere Akkus drei Tage lang in Punta Arenas aufgeladen, viele Besorgungen und vor allem Einkäufe gemacht haben (Chile erwies sich als wahres Einkaufsparadies mit tollen frischen Lebensmitteln zu erschwinglicheren Preisen als in Argentinien), sind wir in den Nationalpark Torres del Paine aufgebrochen. Um nicht auf die überteuerten Lebensmittel im Park angewiesen zu sein, füllten wir unseren Kühlschrank mit noch größeren Mengen Lebensmitteln als sonst. Nach einem Stop in Puerto Natales (dort gab es neben einem tollen Panorama den besten Kaffee der bisherigen Reise!! Ein richtiger Cappuccino statt der sonstigen Nescafé Plörre, juhu!), ging es über eine Schotterpiste in den Park. Schon auf der Strecke hatten wir fantastische Ausblicke auf Lagunen und Berge des zum achten Weltwunder gewählten Parks und wir freuten uns immer mehr auf die vor uns liegenden Tage. Wir quartierten uns auf einem der wenigen mit dem Auto zugänglichen Campingplätze ein und genossen zum ersten Mal seit einiger Zeit wieder richtiges Campingleben. Zwar war es noch kühl und zum Teil auch sehr windig, aber dank der Grillstelle konnten wir jeden Abend grooooooooße Steaks grillen, draußen am Feuer sitzen und auch die Sonne hatte tagsüber genug Kraft für einige Stunden im Liegestuhl. 

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