Dulli stops exploring

Wir wussten immer, dass dieser Tag irgendwann kommen würde. Das Ende unseres großen Abenteuers. Es dauerte viel länger als ursprünglich gedacht – nun aber ist der Zeitpunkt gekommen, um nach Hause zurück zu kehren. Dulli wurde in einen Container geladen und schippert nun gemütlich von Vancouver nach Bremerhaven und darf sich endlich erholen von den unglaublich strapaziösen Kilometern, die hinter ihm liegen. Wir werden ihn mit dem Flieger überholen und in ein paar Wochen hoffentlich wohlbehalten entgegen nehmen können.

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Alaska

Die Grenze nach Alaska verlief ganz entspannt im Drive-through Verfahren und wir erhielten nur Stempel mit einem Bären-Symbol in unsere Pässe, Visa für die USA hatten wir ja noch. Alaska – wir konnten es kaum glauben. 634 Tage nach Reisebeginn und 544 Tage nachdem wir den südlichsten Zipfel Südamerikas verlassen haben, reisten wir in den 49. Staat der USA ein. Der größte Zeitunterschied auf der Reise lag nun zwischen uns und der Heimat (-10 Stunden) und wir haben 40.800 km von Ushuaia bis zur Grenze von Alaska zurückgelegt. Obwohl wir Zentralamerika ausgelassen haben waren das ein paar mehr Kilometer als das Schild im Tierra del Fuego Nationalpark vor 1,5 Jahren in Aussicht stellte.

Karte Alaska

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Auf dem Alaska Highway durch den hohen Norden Kanadas

Aus den kanadischen Rockies lautete unser Kurs strikt „Nord-West“ mit direktem Ziel Alaska. Viel gab es auf dem Weg zwischen dem Jasper Nationalpark und dem 49. Staat der USA ohnehin nicht, insbesondere im Verhältnis zu der Entfernung von mehr als 2.500 km. Der erste Teil der Strecke bis Fort Nelson war recht eintönig. Wälder, Wälder, Wälder und ab und zu mal ein ehemaliger Pelzhandelsposten, der heute als Versorgungsstation dient. Unsere einzige Abwechslung war das zweite Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft, das wir dieses Mal in einem Starbucks am Rande des Alaska Highways ansahen. Das dort verfügbare Wifi reichte zum Glück für einen Live-Stream aufs Notebook und wir fanden eine Ecke, in der wir uns gemütlich mit Kaffee und Sandwiches niederlassen konnten. Vor dem Spiel und während der Halbzeit gab es hier keine Schlangen vor den Toiletten und der Getränkeausgabe. Es hat eben auch Vorteile irgendwo im Nirgendwo Fußball zu schauen. Wir mussten uns nur sehr zusammenreißen bezüglich unserer Jubel- bzw. bei diesem Spiel eher nervösen Stress-Rufe. Das gelang uns so einigermaßen, nur beim wilden Gestikulieren wurden wir verwundert angesehen. Als die Spannung am Ende des Spiels kaum noch auszuhalten war und die Nachspielzeit begann, kam ein Kanadier zu uns und fragte, was wir sehen. Er gratulierte uns zum Sieg der deutschen Mannschaft, während es bei uns noch 1:1 stand. Wie sich herausstellte, war unsere Übertragung um einige Minuten verzögert und wir hofften, dass der Mann recht behalten würde. Gemeinsam sahen wir dann den sensationellen Siegtreffer und ich fiel dem bärtigen Kanadier spontan um den Hals. Er hat sich ziemlich gewundert, vielleicht wäre ich bei den Curlingweltmeisterschaften auf mehr Verständnis gestoßen.

Karte Alaska Hwy

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Artikel in der ProMobil „…und dann kam Dulli“

Erstmals gibt es einen Artikel über uns, den wir nicht selber verfasst haben. In der letzten Ausgabe der Zeitschrift ProMobil wurde ein sehr schöner und gelungener Artikel über Dulli, uns und unsere gemeinsame Reise veröffentlicht. Wir haben uns riesig gefreut, denn aus der Sicht einer Autorin liest sich das Ganze einfach noch mal anders. Aber lest am besten selbst:

ProMobil Artikel „…und dann kam Dulli“

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Die Bay Area, Lake Tahoe und der Yosemite Nationalpark

San Francisco war für uns übernachtungstechnisch weniger herausfordernd als Los Angeles. Wir hatten das große Glück, dass wir auf unserer Reise in die Antarktis (Antarktis Reisebericht) ein sehr nettes Ehepaar aus der Bay Area kennengelernt haben, das uns zu sich einlud. Unser Abstecher in die Großstadt fiel dennoch kurz aus, viel zu hektisch, viel zu viele Touristen und ein Verkehrsaufkommen, dass wir so seit Reisebeginn nicht mehr erlebt haben. Wir drehten eine kurze Runde zu einigen Sehenswürdigkeiten, überquerten mit Dulli die wirklich tolle Golden Gate Bridge und genossen die Ausblicke auf die Stadt und die Bucht. Im deutlich beschaulicheren Pleasant Hill ging es zum Glück ruhiger zu und wir wurden herzlich empfangen von Christine und Dave mit einem herrlichen Abendessen und einem wunderschönen Gästezimmer.

Karte Bay Area

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Adiós Latinoamérica auf der Baja California

Die Fährüberfahrt auf die Baja California, die Halbinsel ganz im Westen Mexikos, war problemlos und wir ergatterten sogar kurzfristig noch eine der Kabinen an Bord, so dass wir die Nacht nicht auf einem Sessel sitzend verbringen mussten. Dulli stand sicher im Frachtraum und wir fanden trotz unserer knurrenden Mägen und der auf eisschranktaugliche Temperaturen eingestellten Klimaanlage etwas Schlaf. Aus irgendeinem unerfindlichen Grund darf man kein eigenes Essen mit auf die Fähre nehmen, was entgegen der Erzählungen von anderen Reisenden bei uns auch streng kontrolliert wurde. Es ist aber nicht so, dass die Fährgesellschaft einfach überteuertes Essen verkaufen will, sondern das Bordessen ist ohnehin im Fahrpreis inkludiert. Man wird also einfach nur gezwungen das wirklich unansehnliche Essen aus der Bordküche zu essen oder (so wie wir) zu fasten… Auf der Baja California angekommen erwartete uns ähnlich schönes Wetter wie auf dem Festland (30 Grad und Sonne), dazu aber noch kristallklares Meerwasser und noch schönere Strände. Auf direktem Weg fuhren wir nach La Ventana, dem wohl berühmtesten Kitespot Mexikos.

Karte Baja

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Mexiko – durch den Westen zurück an den Pazifik

Unser nächstes Ziel nach unserem Abstecher zu den Monarchfaltern war die zweitgrößte Stadt Mexikos, Guadalajara. Hier sollte Dulli das erste Mal einen richtigen Service bei Land Rover bekommen, in Mexiko ist plötzlich wieder alles möglich. Aber zunächst stoppten wir für eine Nacht in Morelia. Wie sich herausstellte, ein sehr lohnenswerter Besuch. Die Stadt erinnert an das spanische Salamanca und hat dank der strengen Bauvorschriften ein äußerst attraktives Stadtzentrum. Wir bummelten durch die hübsche Stadt und gönnten uns mal wieder einen Besuch in einem etwas schickeren Restaurant. Die Nacht verbrachten wir danach ganz stilecht auf einem zentralen, bewachten Parkplatz und waren am nächsten Morgen sehr gerührt, als uns der nette Besitzer des Platzes mit zwei Kaffees und warmen Sandwiches zum Frühstück überraschte. Ein weiteres Beispiel für die große Gastfreundschaft der Mexikaner.

Karte Mexiko 3

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