Feuerland – am Anfang der Panamericana

Wir haben ein paar Tage gebraucht, um unsere aufregende Antarktisreise etwas zu verarbeiten. Wir haben Ushuaia und seine schöne Umgebung für einige Wanderungen genutzt und Silvester im Nationalpark Tierra del Fuego gefeiert. Wobei „feiern“ vielleicht fast übertrieben ist, wenn man bedenkt, dass wir es nicht mal geschafft haben bis 24 Uhr wach zu bleiben… Immerhin gab es zum Abendessen eine Flasche Champagner und wir haben kurzerhand um 20 Uhr angestoßen, als in Deutschland das neue Jahr angebrochen ist. Unsere Müdigkeit war darin begründet, dass wir am sehr frühen Silvestermorgen von einem Tier am Dulli (Fuchs, Hase, Gans???) geweckt wurden und dann beschlossen haben, die frühe Stunde mit ihrem herrlichen Licht für die für den Tag geplante Wanderung auf den Cerro Guanaco zu nutzen. Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt, wir hatten den Weg und vor allem den Gipfel mit seinem spektakulären Rundumblick ganz für uns alleine bzw. konnten ihn ungestört mit einem Guanaco und einem Andenfuchs teilen.

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Antarktis – Weiße Weihnachten auf dem sechsten Kontinent

Als wir uns für eine Reise in die Antarktis entschieden haben, hatten wir keine richtige Vorstellung davon was uns erwartet. Wie wird das Schiff sein? Ist es eher eine Kreuzfahrt oder eine Expedition? Wie alt sind und woher stammen die Mitreisenden? Was genau passiert bei den Anlandungen? Wie sieht die Landschaft und das Programm an Bord genau aus? 

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Patagonien -Wind, Weite, Wildnis

Nach einer ganzen Woche an der Atlantikküste in Mar Azul konnten wir uns schließlich losreißen von diesem traumhaften Ort. Das Wetter war durchgehend fantastisch, der Ort noch leer aber nicht ausgestorben und die meisten Läden waren schon geöffnet. Kurz vor Beginn der Hauptsaison ist eben eine ideale Reisezeit. Zum Glück folgte auf die entspannte Woche am Meer gleich das nächste Highlight: die Sierra de la Ventana. Eine kleine Bergkette, die sich plötzlich mitten aus dem flachen Land erhebt. Ein geologisches Wunder und eine wunderschöne Landschaft mit niedlichen Dörfern am Fuße der Berge. Eine 6-stündige Wanderung führte uns auf den berühmtesten Berg der Region, den Cerro Ventana mit seinem „Fenster“ aus Fels, durch welches man auf die weite Landschaft hinabblickt. 

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Vamos a la playa – von den Sümpfen an den Strand

Nun sind wir also auf dem Weg in Richtung Süden, ganz grob immer Richtung Ushuaia, dem sogenannten Ende der Welt. So richtig eilig haben wir es nicht, denn dort unten an der Südspitze Südamerikas herrschten vor Kurzem noch Temperaturen um den Gefrierpunkt und teilweise schneite es sogar. Wir hoffen, dass es bis zu unserer Ankunft etwas wärmer wird, aber da Argentinien sehr sehr groß ist (Nord-Süd Ausdehnung sind rund 3.700 km) brauchen wir ohnehin eine ganze Weile dorthin. Zumal wir bisher sehr langsam unterwegs sind. Zum Teil wegen schlechter Straßen, langwieriger Grenz- oder Polizei-Kontrollen, weil uns Orte einfach gut gefallen haben oder wir auch einfach etwas Zeit brauchten, um die vielen Eindrücke zu verarbeiten. Unser Reisetempo haben wir vorher definitiv überschätzt. Aber das Beste ist ja, dass wir uns diese Zeit einfach nehmen können und so wird „muy tranquilo“ immer mehr zu unserem Motto.  Weiterlesen

Von Grenzen und Gastfreundschaft sowie Grenzen der Gastfreundschaft in Paraguay und Argentinien

Ganze sechs Grenzübertritte hat der Dulli inzwischen schon absolviert (Deutschland – Uruguay, Uruguay – Argentinien, Argentinien – Brasilien, Brasilien – Argentinien, Argentinien – Paraguay und Paraguay – Argentinien), wir kriegen langsam Routine. Normalerweise erfolgt zunächst die Ausreise für uns (Ausreisestempel in die Pässe), dann für den Dulli (temporäre Einfuhrerlaubnis beim Zoll abgeben), danach die Einreise für uns (Einreisestempel in die Pässe, hierbei genau aufpassen dass es auch wirklich Einreisestempel sind; über das auswärtige Amt und andere Blogs erfuhren wir zum Glück vorab, dass es in Paraguay gelegentlich zu Problemen mit falschen Stempeln und Strafen bei anschließenden Kontrollen kommt) und zum Schluss die Einreise des Dulli (beim Zoll eine neue temporäre Einfuhr beantragen und ggf. einige Fragen zum Inhalt des Fahrzeugs beantworten). Die Erfahrungen variierten an den bisherigen Grenzen zwischen „einfach durchfahren“ und einer Durchfahrt durch ein Röntgengerät des argentinischen Zolls sowie einer anschließenden Untersuchung des Unterbodens durch einen Zöllner. Weiterlesen

Nordost-Argentinien – auf dem Weg zu den Iguazu Wasserfällen

Den ersten Grenzübertritt haben wir gemeinsam mit Dulli erfolgreich gemeistert. Etwas aufgeregt waren wir schon. Aber zwischen Uruguay und Argentinien verlief alles ziemlich entspannt, nicht mal der Zoll hat den Dulli inspiziert. Normalerweise wird zumindest nach frischen Lebensmitteln geschaut, aber selbst unsere „Opferbanane“ (lieber etwas bereitlegen was der Zoll finden kann und die guten Sachen ganz nach hinten stellen) ist uns erhalten geblieben. 

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