Peru – der Norden: schneebedeckte Berge und karibische Strände

Die Cordillera Blanca, Perus einzigartige Gebirgskette im Norden des Landes verfügt nicht nur über 30 6.000er und 650 Gletscher, sondern auch über ein recht wechselhaftes Klima. Das ist insofern erwähnenswert, als dass wir gleich am ersten Tag in den Bergen unseren ersten richtigen Regen seit April erlebten (die Wochen zuhause selbstverständlich ausgenommen…). Die letzten Monate haben wir in so trockenen Gegenden verbracht bzw. es herrschte eben Trockenzeit, dass die Tropfen selbst für Hamburger zum richtigen Ereignis wurden und wir uns sogar ausnahmsweise mal ein bißchen darüber freuten. Am folgenden Tag wurden wir wieder mit Kaiserwetter verwöhnt und konnten schon am Frühstückstisch den Ausblick auf die gewaltigen Gletscher der Umgebung genießen.

Karte

Weiterlesen

Von Cuzco nach Lima – endlich zurück an die Küste

Aus dem Dschungel kehrten wir ein letztes Mal nach Cuzco zurück. Und diese Rückkehr war wirklich großartig. Unsere neue Kardanwelle wartete bereits auf uns und wir trafen Anke und Wolfgang wieder, die wir im März in Süd-Chile kennengelernt hatten. Wir wurden herzlich begrüßt und sofort in deren großen MAN-LKW eingeladen und erst mal mit einer warmen Mahlzeit versorgt. So macht nach Hause kommen Spaß! Der Mechaniker konnte die Welle am nächsten Morgen kurzfristig einbauen und die Probefahrt zum Supermarkt verlief erfolgreich. Wir machten Dulli also reisefertig und es konnte nach 3,5 Wochen endlich wieder mit dem Auto weitergehen. Unser Ziel: die Küste. Nach über vier Monaten in den teilweise verdammt hohen Bergen wollten wir endlich den Pazifik wiedersehen. Zuletzt waren wir im April in Chile am Strand und das war eindeutig ein bisschen zu lange her. Durch traumhafte Landschaften schlängelten wir uns in zwei Etappen mit unserem frisch geheilten Patienten hinab bis nach Nazca. Dort auf nur 500 m Höhe angekommen freuten wir uns tierisch über 30 Grad, einen Swimmingpool in dem Hotel vor dem wir campierten und vor allem mal wieder ein Abendessen nach 18 Uhr. Die warmen Abende haben uns wirklich verdammt doll gefehlt!

karte

Weiterlesen

Exploring the Jungle (ohne Dulli)

Der Start in unseren Dschungeltrip war etwas holprig mit einer saftigen Flugverspätung, viel Regen und einem etwas unmotiviert wirkenden Guide. Zum Glück wurden wir während der vier Tage im Amazonasbecken Perus von der sagenhaften Natur mehr als entschädigt, etwas Sonne war uns gegen Ende auch noch vergönnt und auch der Guide fand nach einem entsprechenden Hinweis seine Begeisterung für die Flora und Fauna des Regenwalds wieder.

Karte

Auf den Spuren der Inka – Machu Picchu und das heilige Tal

Unter anderem nutzten wir die Wartezeit auf unsere neue Kardanwelle, um endlich richtig einzutauchen in die geheimnisvolle Welt der Inka. In der einstigen Hauptstadt des Inkareichs, Cuzco, verbrachten wir durch die Organisation des Ersatzteils etwas unfreiwillig fast zwei Wochen. Während dieser Zeit besichtigten wir die Inka-Ruine Saqsayhuaman oberhalb der Stadt. Der einstige Zweck der Anlage ist aufgrund fehlender Aufzeichnungen bis heute unbekannt. Ebenso unklar ist nach wie vor, wie die Inka die bis zu 200 Tonnen schweren Steinblöcke, die hier verbaut sind, bewegt haben. Die Bauweise ist in jedem Fall sehr beeindruckend. Die Steinblöcke wurden so bearbeitet, dass sie passgenau ineinander greifen und seit Jahrhunderten Erdbeben und sonstige Natureinflüsse überdauern. Leider verwendeten die Spanier einen Teil der Steine, um die Stadt Cuzco zu errichten, so dass von vielen Gebäuden nur noch die Grundmauern stehen. Weiterlesen

Welcome to Peru – Vom Lago Titicaca nach Cuzco

Ein letztes Mal durchquerten wir La Paz mit seinen chaotischen Straßenverhältnissen. Die unzähligen Mini-Busse, die unvermittelt stoppen, die vielen Leute mit Handkarren und Marktständen mitten auf der Straße, die neuen Spuren die plötzlich eröffnet werden, das Hupen und die vielen Fahrer, die als Ankündigung für ein Abbiegemanöver lediglich den Arm aus dem Fenster halten anstatt zu blinken und dann nur Millimeter entfernt an einem vorbei rauschen, verlangten uns noch einmal alles ab. Fast drei Stunden steckten wir in dem Chaos fest und waren am Rande des Nervenzusammenbruchs als wir schließlich auf die Ausfallstraße zum Titicacasee gelangten. Die Fahrt zu unserem ersten Stopp auf der bolivianischen Seite des höchsten schiffbaren Sees der Welt, Copacabana, führte uns über eine gewagte Fähre, die vielmehr ein einfaches Holz-Floß war, welches von einem kleinen Außenbordmotor angetrieben wurde. Zum Glück war der See schön ruhig und der Dulli einigermaßen leicht, so dass wir ein gewisses Vertrauen in die Konstruktion entwickelten. Die Reisebusse und LKWs, die uns auf anderen Flößen entgegen geschaukelt kamen, wirkten da gefährdeter.

Karte